Vom Wort zur Tat: Nachhaltigkeits-Kommunikation im Hotel

Praktische Schritte im Einklang mit den aktuellen EU-Vorgaben

Gäste, Partnerinnen und Partner sowie Medien erwarten heute mehr als schöne Worte. In Europa werden die Regeln gegen irreführende Aussagen spürbar verschärft – gut so. Für Hotels heißt das: Nachhaltigkeitskommunikation so gestalten, dass sie wahr, verständlich UND nützlich ist – mit klaren Aussagen und belegbaren Fakten. So entstehen Vertrauen, Sichtbarkeit und messbarer Erfolg.

Was wir unter guter Nachhaltigkeitskommunikation verstehen

Wir unterscheiden im Kern zwei Ebenen: 

  • Nachhaltigkeitskommunikation – WAS du kommunizierst: Fakten, Fortschritte, Ziele, etc.
     
  • Nachhaltige Kommunikation – WIE du kommunizierst: klar, inklusiv, transparent, etc. 

Beide Ebenen gehören zusammen und ergänzen sich. Wer nur große Etiketten zeigt, riskiert Greenwashing. Wer echte Fortschritte aus Angst verschweigt, landet im Greenhushing. Deshalb sagen wir: transparent zeigen, was ist – und was als Nächstes besser wird (oder werden kann). So entsteht auch in deinem Hotel eine starke, menschliche und nachhaltige Kommunikation, die zu mehr Erfolg und Impact führt. #onwards

Kommunikation ist eine Fähigkeit
den du lernen kannst
Brian Tracy

Wie du JETZT beginnst, nachhaltiger zu kommunizieren

Wir haben ein Kommunikations-Handbuch für Hotels entwickelt – ein praxisnahes, hotel-spezifisches Nachschlagewerk mit Vorlagen, Checklisten, Übungen und Scorecards und vielem mehr. 

Im Handbuch  findest du auch die zehn Prinzipien der nachhaltigen Kommunikation mit Best Practice Beispielen. Drei Prinzipien zeigen wir dir hier: mit kurzer Anwendung und konkreten Beispielen, damit du noch heute live gehen kannst.

1. Transparenz

Kurz erklärt: Transparenz heißt: Zahlen nennen, Quellen angeben, Belege zeigen. Keine vagen Wörter, keine leeren Versprechen. Offen sagen, wo du stehst – und was als Nächstes folgt.

Beispiel A – Frühstück: 

Falsch: „Unser Frühstück ist umweltfreundlich.“ 
Richtig: „Sechzig Prozent unseres Frühstücks sind zertifiziert biologisch nach [Siegel]. Die Liste der Produzentinnen und Produzenten findest du hier. Nächstes Ziel: siebzig Prozent bis März 2026.“

Beispiel B – Energie: 

Falsch: „Wir sind klimaneutral.“
Richtig: „Emissionen 2024: 312 t CO₂e. Reduktionsziel: minus zweiundvierzig Prozent bis 2027. Unvermeidbare Emissionen gleichen wir über Projekt [Name] aus, geprüft nach [Standard].“

2. Inspiration

Kurz erklärt: Inspirierend bedeutet Mut zu machen statt zu moralisieren. Zeige, wie Maßnahmen das Gästeerlebnis verbessern – und wie Team und Gemeinschaft profitieren. So wird dein Nachhaltigkeits-Storytelling zur Inspiration und Freude für alle.

Beispiel A – Schlafkomfort: 

Falsch: „Wir achten sehr auf Nachhaltigkeit im Zimmer.“
Richtig: „Besser schlafen, besser entscheiden: Bettwäsche aus [Material] von [Hersteller] mit [Zertifikat]. Gewaschen bei vierzig Grad, an der Luft getrocknet – spart rund neunundzwanzig Prozent Energie pro Ladung. Auf Wunsch täglicher Wechsel, sonst alle zwei Nächte.“

Beispiel B – Community: 

Falsch: „Wir unterstützen lokale Produzenten.“
Richtig: „Zweiundachtzig Prozent unserer Zutaten stammen aus einer Entfernung von weniger als achtzig Kilometern. Diese Woche arbeiten wir mit [Betrieb, Ort] und [Betrieb, Ort]. Auf unserer Speisekarte: [zwei Gerichte], die die Saison zeigen.“

3. Klarheit

Kurz erklärt: Klarheit ermöglicht Verstehen und erleichtert Entscheidungen. Verwende einfache Sprache und Wörter, die deine Gäste selbst verwenden. Übermittle EINE klare Botschaft pro Text und/oder kommuniziere EINE Aufforderung zum Handeln. So baust du Barrieren ab und ermöglichst allen Menschen an deiner Kommunikation teilzunehmen. 

Beispiel A – Anreise: 

Falsch: „Barrierefrei nach Anfrage möglich. Informationen zur Anreise entnehmen Sie bitte den üblichen Kanälen.“
Richtig: „Ohne Auto ankommen – ab Hauptbahnhof in vierzehn Minuten mit Tram 7, Haltestelle vor dem Haus. Stufenloser Zugang zu Lobby und Restaurant, Aufzugbreite neunzig Zentimeter, Junior Suite mit bodengleicher Dusche. Jetzt die Route ansehen.“

Beispiel B – Call-to-Action: 

Falsch: „Mehr erfahren.“
Richtig: „Karte ansehen und Tisch reservieren“ | „Zimmer vergleichen“ | „Newsletter abonnieren für Neuigkeiten zu regionalen Produzentinnen und Produzenten“.

Lege JETZT los

Wähle einen Abschnitt auf deiner Hotel-Webseite – Startseite, Zimmer oder Restaurant – und überarbeite ihn mit Transparenz, Inspiration und Klarheit. Gib klare Beispiele, belege Zahlen mit Quellen, formuliere einen klaren Call-to-Action. Danach heißt es: Veröffentlichen – lernen – nachschärfen. ☻ 

Wenn du Unterstützung brauchst oder tiefer einsteigen möchtest – hier entlang, zum praktischen Handbuch zur Nachhaltigkeitskommunikation für Hotels. #onwards

Handbuch

Praxisnahes Handbuch für Nachhaltigkeitskommunikation in Hotels

Alles, was du für glaubwürdige Kommunikation brauchst – kompakt, praxisnah und sofort einsetzbar. Mit Übungen, Checklisten und Beispielen, die Zeit sparen und Wirkung zeigen – abgestimmt auf die aktuellen Vorgaben der Europäischen Union.

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